Die Mai-Exkursion des LBV Ebersberg führte in den südlichen Teil des Landkreises. Versteckt in der Glonner Hügellandschaft liegt das Gut Sonnenhausen. 125 Jahre Tradition – ursprünglich ein herrschaftlicher Landsitz und Gutshof, heute ein Hotel und Veranstaltungsort für Tagungen, Hochzeitsfeiern und musikalische Events.
Rund um das "Gut Sonnenhausen" hat die Landschaftsplanerin Gabriele Hammer in den vergangenen Jahren wunderbare Blühflächen geplant und angelegt. Bei der Führung rund um das Gut erzählte sie uns, wie aus intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen über Jahre ein blühendes Wiesenparadies entstanden ist. Mit viel Engagement und harter Arbeit ist eine Kulturlandschaft entstanden, bei der nicht die Maximierung des wirtschaftlichen Ertrag, sondern die Wiederherstellung der Natur- und Artenvielfalt das Ziel ist. Obwohl in Privatbesitz, sind Besucher des Guts Sonnenhausen gern gesehen und ausdrücklich erwünscht. Für Spaziergänger und Wanderer ein lohnender Ausflug in die Natur.
Text: Klaus Kerner

Die Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd wurde vom mit Urkunde und Plakette zur „vogelfreundlichen Glasfläche“ ausgezeichnet. „Mit Nachrüstung von 132qm hochwirksamer Musterfolie an 3 verglasten Treppenhäusern an der Wohnanlage am Dachsberg in Kirchseeon werden Kollisionen von Vögeln mit Glas deutlich reduziert. Die Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd übernimmt Verantwortung gegenüber den Anwohnern und der Umwelt, setzt sich damit aktiv für den Naturschutz vor Ort ein und trägt zum Erhalt der heimischen Natur bei“, so Dr. Peter Stimmler vom LBV-Artenschutz.
Jährlich verunglücken viele Millionen von Vögeln an Glasscheiben. Ein scheinbar freier Flugkorridor wird zum Verhängnis, oder wenn eine Spiegelung einen Landeplatz vortäuscht. Der Versuch mit schwarzen Greifvogel-Attrappen zu warnen ist völlig wirkungslos. Endlich wurde nach intensiver Forschung und vielen Versuchen eine brauchbare Lösung gefunden. Aluminium-Punkte im Durchmesser von 9 Millimeter werden im Abstand von 9 Zentimeter an der Scheibe angebracht. Nachweislich kann damit der Vogelschlag um 90% reduziert werden. Glas wird für Vögel hochwirksam sichtbar und bedeckt dabei weniger als 1 Prozent der Scheibenoberfläche.
Text: Richard Straub

Bei dem Projekt „Alle Vögel sind schon da“ stellt der LBV den Seniorenheimen eine Vogelbeobachtungs-Station zur Verfügung, mit dem Ziel den Bewohnerinnen- und Bewohnern die Beobachtung von Vögeln - auch bei eingeschränkter Mobilität - zu ermöglichen. Dies ist ein Beitrag zum Wohlbefinden und mehr Lebensqualität der Heimbewohner.
Am 19. Februar überreichte der LBV eine Vogelbeobachtungs-Station an die Heimleitung des AWO-Seniorenzentrum in Kirchseeon. Dies ist bereits das 7. Seniorenheime im Landkreis Ebersberg, das sich für eine Teilnahme am LBV-Projekt „Alle Vögel sind schon da“ entschieden hat. Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier:
Text: Klaus Kerner

Am Faschings-Dienstag waren Eltern und Kinder nach Forstinning eingeladen. Die Garage von Bene Sommer (1. Vorsitzender des LBV Ebersberg) wurde in eine Bastel-Werkstatt umgewandelt. Es wurde kräftig gehämmert und geklopft. Die Kinder waren mit Begeisterung dabei und haben die vorgefertigten Einzelteile unter Anleitung von Richard Straub (2.Vorsitzender) zusammengebaut.
Die Nistkasten-Bausätze wurden vom LBV kostenlos zur Verfügung gestellt. Am Ende des Tages konnte jedes Kind „seinen“ artgerechte Vogel-Nistkästen mit nach Hause nehmen.

Den Auftakt der diesjährigen Vortragsreihe des LBV Ebersberg machte die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises mit einem Vortrag zum Thema „Bienen, Wespen und Hornissen“. Während die Bienen, auch durch den Volksentscheid „Rettet die Bienen“, in der letzten Zeit viel mediale Aufmerksamkeit bekamen und in der breiten Bevölkerung überwiegend als beliebte „Nutztiere“ wahrgenommen werden, sind die Wespen und Hornisse eher unbeliebte Gartenbesucher. Wer möchte schon gerne auf der Terrasse oder dem Balkon von den „surrenden“ Insekten „heimgesucht“ werden? Jedes Jahr bekommen die Mitarbeiter der UNB von besorgten Hausbewohnern Anfragen wie man die “gefährlichen Insekten” wieder loswerden kann, häufig mit der Aufforderung verbunden, das Wespen- oder Hornissennest im Rolladenkasten oder Dachstuhl zu entfernen. Das ist jedoch, bis auf wenige Ausnahmen, gar nicht erforderlich, da von Wespen- und Hornissen kaum Gefahren für die Bewohner ausgehen. Aufklärung seitens der UNB-Mitarbeiter über richtiges Verhalten im Umgang mit den Insekten können in den allermeisten Fällen die Bewohner überzeugen, die Nester nicht zu entfernen und die Nachbarschaft mit den Wespen und Hornissen – zumindest vorübergehend – zu tolerieren.
